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GESCHICHTE - Frühere Grenzen  Birken  Druckansicht

 

Alte Grenze zwischen Lontzen und Montzen.

Auch in Birken (Ortschaft Montzen) gab es einen Eisenbahn-Haltepunkt. Dieser Haltepunkt war durch die Gemeinde am 28. Oktober 1866 angefragt worden, und der letzte Zug hielt dort am 18. Mai 1952 an.

In Montzener-Blatt (Zeitung von Montzen) vom 6. August 1899, wird angekündigt, dass, anlässlich der Kirmes, am 6. - 7. und 8. August, der Zug an der Haltestelle von Birken anhalten wird.

Dort befand sich auch die Grenze zwischen Belgien und Preußen.

Aufgrund des Grenzvertrages vom 26. Juni 1816, der zwischen Preußen und den Niederlanden unterzeichnet wurde, war es den Zöllnern beider Seiten verboten, einen Besuch oder eine Hausdurchsuchung auf dieser Strasse, welche die Grenze zwischen den zwei Ländern ausmachte, zu vollziehen.

In diesem Landstrich vollzog sich auch, gemäß eines Abkommens zwischen Preußen und den Niederlanden von 1616, die Abtretung eines Montzener Wetsstreifens (Grünstraße) an die Gemeinde Lontzen.

Eine Fläche von 1316 Hektar, 94 Are und 76 Zentiare wurde so mit an Lontzen, ebenfalls alte Gemeinde des Herzogtums von Limburg, abgegeben.

Ein ehemaliger Grenzstein ist wiedergefunden und restauriert worden.

Auf dem Gebiet der Gemeinde Lontzen und vor allem auf ihrer Nordseite, zwischen Lontzen-Busch und der Lütticher Straße, befinden sich zahlreiche ehemalige Grenzsteine, die im Laufe der Jahrhunderte das Gebiet abgrenzten. Man denkt da zum Beispiel an die Grenzsteine Belgien-Preußen auf Höhe von Weiß Haus, oder an den Meilenstein in der Nähe des Eingangs zum Schmalgraf.

Zwischen 1816 und 1919 war die Lütticher Straße die Grenze zwischen Preußen und Holland (bis 1830) und anschließend Belgien (von 1830 bis 1919).

Außer den deutschen Grenzsteinen gab es auch noch die belgischen Meilensteine, von denen eine (die KM33 was so viel bedeutet wie: 33km bis Lüttich) gefunden wurde und nun vor dem Dorfhaus Lontzen (Dorfgeschichtliche Sammlung) steht.

Vor 1816 jedoch gehörte ein Großteil unserer Gemeinde (600 ha – Herbesthal und das gesamte Gebiet zwischen der Grünstraße und Schmalgraf) nicht zur Gemeinde Lontzen, sondern den Gemeinden und vorher den Bänken Baelen und Montzen. Insgesamt 180 ha zwischen Weiß Haus, Heistern und Trotzenburg gehörten der damaligen Herrschaft und später der Gemeinde Henri-Chapelle.

Wir kennen noch drei weitere Grenzsteine, die Lontzen von Montzen und Henri-Chapelle/Baelen an diesem Ort trennten. Sie stammen aus den Jahren um 1620. Kürzlich haben wir einen vierten dreikantigen finden können, welche auf zwei Seiten die Inschrift BALEN (für Baelen) und auf einer Seite HC (für Henri-Chapelle) aufwies. Sie befand sich nicht weit von Heistern und wurde von einem hiesigen Sammler/Historiker ‚gerettet‘, der ihn uns zurückgegeben hat. Er ist restauriert worden und befindet sich ebenfalls vor dem Dorfhaus in Lontzen, wo Sie mehr über diese Grenzsteine in unserer Gemeinde erfahren können.


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