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GESCHICHTE    Das Bergwerk von PLOMBIERES  Druckansicht
 
Das Bergwerk von


 Einführung

Plombières (Bleyberg) verdankt seine Entwicklung im Laufe des 19. Jahrhunderts zweifellos dem Bergwerk auf seinem Grund und Boden.
Vorher war Bleyberg nur ein kleiner Weiler zwischen anderen Ortschaften. Es ist ungewiss, wann man zuerst mit dem Erzabbau begonnen hat, aber ab Mitte des 14. Jahrhunderts lassen sich die ersten Spurer verfolgen.
Die folgenden Vermeldungen sind zu finden: "Bladersbergh, Blaesbergh, Bredersberg, Braesberg, Bleyberg".
Braesberg ist ein kleiner Weiler in Bleyberg und das sind die alten Benennungen von Bleyberg.
Aus den Keltischen, Römischen oder Fränkischen Zeiten sind keine Spuren (bis heute) zu finden.

 1365

1365 wird ein Bergwerk mit dem Namen Bradersbergh erwähnt; so wurden auch zu dieser Zeit die ersten Steuern deklariert.
Jean Van Wambeke, Dekant des Kapitels von St Servatius in Maestricht erklärt am 13 Mai 1365, 200 Ecu's von Jean d'Othée (Vollmächtiger im Herzogstum Limburg) empfangen zu haben für den Betrieb des Erzabbaus in "Bradersbergh".
Diesen Preis hatte der Herzog von Brabant Wenceslas von Böhmen, festgestellt.

 1437

Ab 1437 (2. Oktober) dürften drei Aachener (Herman Pael, sein Bruder Geryt Pael, und Jean Bernage) die Mine ausgebeutet haben, jedenfalls soweit sie dem Lehnsherren den "Neuntel" der Erträge bezahlten.
Mit dieser Genehmigung waren außerdem Freiheiten für Holzeinschlag, Handel u.a. verbunden.
Auch die Arbeiter erhielten besondere Vorrechte.
Bald gaben die Aachener auf wegen Wassereinbruchs in die Stollen; andere folgten ihnen:

Jean van den Moer, Guillaume Nekens, und Pierre Danckaerts die in 1445 in Besitz des Betriebes waren. Der Historiker Yans hat in "Histoire Economique du Duché de Limbourg sous les ducs de Bourgogne " eine genaue Beschreibung dieser Zeit gemacht.

 1500 - 1800

Auf lange Zeit hin erhielt das Bergwerk dann Rückschläge, es gab aber auch bessere Epochen.

Die Probleme blieben immer die selben: Wassereinbruchen.

In der Zeit Napoléons, wird das Bergwerk in den Steuertafeln erwähnt aber mit der Bemerkung: "nicht mehr in Betrieb seit mehr als 100 Jahren."

 1825-27

Im Beginn des 19. Jahrhunderts fingen die Gebrüder Charles-James und John Cockerill an, sich für die Erzförderung zu interessieren.
Nach allen Formalitäten erhielten sie, zusammen mit einigen Aachener Bürgern, Etienne Peters, Lisette und Jean -Hubert Jehenné Dieudonné Lepömme, die erforderlichen Konzessionen für Hombourg, Bleyberg und Montzen(1927).
Die Gemeinde Montzen gab auch am 23 Juni 1925 die Erlaubnis für das Bergwerksgebäude.

 1828

Im Januar 1828 bauen die Gebrüder Cockerill in Ten Eycken den neuen Betrieb. Am 18. April verkauft John Cockerill an seinem Bruder sein Teil des Betriebes und ein Königlicher Beschluss vom 15 Juni 1828 bestätigt dass Charles Cockerill jetzt einziger Besitzer des Betriebes ist.
Nach dem Tod Charles Cockerill in 1837 gründen die Kinder eine neue Gesellschaft vor dem Notar Aussems in Aubel.

 1841

Diese neue Gesellschaft, "Société du Bleyberg en Belgique" genannt, mit als Rechtsperson, die Commanditaire Gesellschaft "Bertold Suermondt & Co" hat aber sofort vielen Schwierigkeiten begegnet.

 1845 - 1846

Ab 1845 ging es endlich viel besser und eine neue Gesellschaft wurde gegründet : die "Compagnie des Mines et Fonderies de Bleyberg" mit einem Kapital von 4.500.000 Bfr (8 Juli 1846). Die Teilnehmer waren die Kinder Cockerill, die Gebrüder Suermondt und die Familie Lampson.

Viel mehr Erz (Blei und Zink) als erwartet wurde in den drei Schachten gefunden. Die Konzession war aber nur für Blei gültig und die Konzessionsprozedur für Zink dauerte sehr lang. Dies hat finanzielle Probleme mitgebracht.

 1851 - 1852

In 1851-52 ist Jean Henri Dumonceau aus Lüttich Eigentümer der Mehrheit der Teilen geworden und eine neue Gesellschaf mit Namen "Société Anonyme de Bleyberg es Montzen" wird gegründet.

 1855

Erst in 1855 bekomt sie die Konzession für Zink und muss viel Geld in Pumpen gegen Wassereinbrüche einstecken.
Die neue Gesellschaft kauft auch die Konzession, nicht mehr auf 112 Ha aber auf 473Ha, gelegen auf Montzen, Hombourg, Moresnet und Gemmenich.

 1861

1861 wünscht die Gesellschaft die Kanalisierung der Geul auf 3000 m um die Wassereinbrüche zu vermeiden. Sie bekommt die Erlaubnis.

 1862 - 1875

Am 18 August 1862 fragen Remy Paquot, Direktor und Ferdinand Spitaels, Präsident des Verwaltungsrates, eine Verbreiterung von 618 Ha der Konzession auf den vorerwähnten Gemeinden und Henri-Chapelle.

Die "Vieille Montagne "(Kelmis) und ein Grundeigentümer, Baron Gaston de la Rousselière van Dickenbusch sind nicht einverstanden aber ein Königlicher Beschluss vom 17 Januar 1867 bestätigt die Konzession auf 701 Ha.
Der Direktor Remy Paquot forderte bald eine Bahnverbindung nach Welkenraedt bis zur preußischen Grenze.
Vom Belgischem Staat bekam er eine Konzession von 99 Jahren für den Betrieb einer Bahnstrecke zwischen Welkenraedt, Henri-Chapelle, Montzen, Moresnet, Bleyberg und Gemmenich. Er unternahm sofort die Arbeiten.


Ein K.B. vom 4. August 1875 erteilt noch 308 Ha Konzession auf den Gemeinden Montzen, Hombourg und Sippenaeken.
Um die Zukunft des Unternehmens auf langer Frist zu versichern, fusionniert die "Compagnie du Bleyberg" mit der "Compagnie Française des Mines et Usines d' Escombrera". (Notar Dufour in Paris, am 3. Januar 1882)

 1885

Die Eisenbahn (eröffnet in 1972) ermöglichte auch seit 1881 dass immer mehr Erz vom Ausland kommen konnte und ein neuer Ofen wurde gebaut.
Einen Rückschlag gab es, als Einwohner der Nachbarschaft sich über die übel riechenden und giftigen Dämpfe und den Qualm beschwerten.
Die Menschen und Tieren sowie die Pflanzen waren alle betroffen und dies führte zu einem Prozess in Verviers wo die Gesellschaft viele Entschädigungen bezahlen musste.
Sie verpflichtete sich auch Massnahmen zu treffen für die Besserung der Situation.
Seit 1885 kommt Erz nur noch vom Ausland.
1896 arbeiten 364 Personen im Bergwerk (Zink, Bley und Silber).

 1912 - 1939

Am 20 Mai 1912 (Paul Paquot war Direktor) fusioniert die "Escombrera Bleyberg" mit der "Société Minière et Métallurgique de Pennaroya" aber diese Akte bekommt die Genehmigung (K.B) nur am 20 Mai 1919 weil, inzwischen der erste Weltkrieg ausgelöst war.

Die Pennaroya, liess nacht dem Weltkrieg eigene Gießereien in Frankreich erbauen . Diese waren bahntechnisch besser zu erreichen und auch moderner ausgerüstet.
Schon 1922 wurden hierzulande die Betriebe eingestellt, woraufhin die Gebäude bald zerfielen, die Schächte zugeschüttet (1937) und die Schloten (Windt ) gesprengt (15. Februar 1934).
Am 2 März 1939 hat die Pennaroya ihre Eigentum in Bleyberg an der "Manufacture des treillis et tôles mécaniques" verkauft aber nicht die Konzession die heute noch in ihrem Besitzt bleibt.



Aus Karel Habets (Vaals) persönlichen Archiven. (Quellen : Pierre XHONNEUX, la Paroisse de Plombières, P. Zimmer und J Paquot.)

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