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Entdecken - Die Burgen - Die Burgenroute   SCHLOSS Libermé  Druckansicht
Liste der Burgen

 

SCHLOSS LIBERME (Kettenis).

Der Name Libermé erinnert an ein altes Limburger Geschlecht als auch an eines der malerischsten Burgen des früheren Herzogtums.

Etwa siebenhundert Meter von Kettenis entfernt, in Richtung Eynatten, entfernt, auf der linken Strassenseite, erhebt sich ein wenig abseits in einer Niederung die Burg Libermé.

Wenn wir uns dem Gebäudekomplex von der Rückseite nähern, man kann dies, wenn man etwas weiter geht, kommt man in einen Hof ländlichen Charakters und stösst dann linkerhand auf ein Gebäude aus dem 16. Jahrhundert gesäumt von zwei runden Türmen, deren achteckige Spitzen in ein Schieferdach übergehen. Rechts angeschlossen finden wir einen eher bescheidenen Wohnblock, während sich im Turmbau dem Besucher eine breite Türöffnung zeigt, durch die man einen kleinen Innenhof betritt.

Im Torbogen selbst kann man übrigens das Baujahr 1534 in gotischer Schrift eingemeisselt finden, wie auch den Namen des Erbauers von Battenburg.

Wenn man sich nach rechts wendet, gibt es dort eine Dreibogenbrücke, welche eine frühere Zugbrücke ersetzt hat, und man steht vor der eigentlichen Burg, die von allen Seiten von breiten Gräben umgeben ist.

Die Burg hat einen rechteckigen Grundriss, ist ziemlich hoch und massig und stellt in der 1. Etage einen Fachwerkbau dar. Nach baulichen Veränderungen, die 1919 stattfanden, wurden nur noch einige Maueröffnungen im Stil Ludwig XV. belassen.

Zum Eintritt führt eine hohe Treppe, von wo man daneben auf einem Kellertürsturz auf einem Stein die Wappen derer von Battenburg, Straet und Libermé vorfinden kann.

Libermé war seinerzeit ein von Kettenis getrenntes Stocklehen, hing aber auch vom Aachener Klerus ab.

1346 bis Mitte des 15. Jahrhunderts war eine frühere Burg im Besitz der Familie Libermé, bis sie später, nach Aussterben der männlichen Linie, in verschiedene Hände fiel. 1531 wird als Besitzer Hermann de Battenburg genannt, der dann ab 1534 einen grosszügigen Neubau auf dem Gelände der alten Burg entstehen liess.

Viele Besitzer folgen in den nächsten Jahren; man wundert sich, wie die Reihenfolge der Besitzer fast lückenlos bis ins 20. Jahrhundert verfolgt werden kann. Ende des 1. Weltkriegs fiel der Komplex in die Hände der Familie Suermondt, übrigens ein bekannter Name in unserem Grenzgebiet. In jenen Jahren liessen dann die Besitzer auch die baulichen Veränderungen vornehmen, die offenbar nicht unbedingt dem Stil des Bauwerks zuträglich waren.

Nach Ende des 2. Weltkriegs wurde die Burg unter Sequester gestellt, da die Besitzer die deutsche Nationalität besassen.

Aus "LES DELICES DU DUCHE DE LIMBOURG von Guy POSWICK" und Zeitschrift "Im Göhltal".


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