Suchen: 
 >>> Diese Website empfehlen  Français   Nederlands   
Empfang Kontakt Links Hintergründe Plan-Gegend Wetter Terminkalender Folders Konfiguration ?

Entdecken - Die Burgen - Die Burgenroute   HAUS RAEREN  Druckansicht
La liste des châteaux

 

HAUS RAEREN (Raeren).

Der Ort Raeren besteht seit Alters her aus vielen Ortsteilen, die sich nur schwer erkennbar um den Ortskern mit seiner Kirche zu scharen scheinen.

Abseits davon, etwa achthundert Meter von der Kirche entfernt entdecken wir am Rande des Ortsteils "Berg" das Haus Raeren, welches als eines der bemerkenswertesten befestigten Herrenhäuser des damaligen Herzogtums Limburg zu gelten hat. Wir finden hier eine Wasserburg, also von Wassergräben umgeben, wie man sie seinerzeit im Mittelalter in dieser Gegend oft aufgebaut hat.

Sie ist trutzig anzusehen, von rechteckiger Form und erhebt sich hoch über mehrere Etagen mit vierflächigem Dach. Leider hat man in die ursprüngliche Form oben andere Giebelstücke eingebaut und die Zementierung der Kamine scheint auch nicht sehr gelungen zu sein.

Drei Seiten des Gebäudes reichen direkt bis zur Wasseroberfläche, während von der Ostseite her über eine alte Steinbrücke der Zugang erreicht wird. Die Fenster der Etagen sind teilweise symmetrisch angeordnet; die Öffnungen im Stil Ludwig des XV. zeigen jedoch Restaurierungen aus dem 18. Jahrhundert.

Auch sind alte Schießscharten zu sehen, die aber teilweise zugemauert oder in kleine Fenster umgestaltet wurden. Erwähnen wir noch eine architektonische Merkwürdigkeit, indem sich nämlich an der Nord-, West- und Südseite über den Fenstern der 2. Etage steinerne Konsolen befinden, deren genaue Bestimmung bis heute trotz eingehender Betrachtungen nicht erklärt werden konnten.

Wie in Henri-Chapelle (Ruyff) , Astenet und Eynatten finden wir auch hier einen Herrensitz neben dem anderen; so steht zu vermuten, dass seinerzeit nur ein Lehen bestand und dann später eine Teilung erfolgte, wie hier zum Beispiel mit der Burg Raeren.

Schon im frühen 15. Jahrhundert wird der erste Besitzer mit einem Carsilius von der Roetschen genannt. Nach vielen folgenden Erbschaftsstreitigkeiten spricht man dann in späteren Jahren von der Familie von Schwartzenberg, nach denen dieses Herrenhaus später auch gelegentlich genannt wurde.

Nach weiteren Besitzstreitigkeiten gelang das Haus schließlich wieder einmal in die Hände derer von Schwartzenberg, die bis 1841 die Besitzer blieben. 1912 geriet Haus Raeren in die Hände eines Hoteliers aus Aachen, der es dann an Herrn Jean Blank verkaufte, den Vater des bekannten Malers André Blank.

Aus "LES DELICES DU DUCHE DE LIMBOURG von Guy POSWICK" und Zeitschrift "Im Göhltal".


Disclaimer | Copyright © 2004 S.I.3F & HB Webdesign - Last Update: 22/11/2010 14:47:22