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Entdecken - Die Burgen - Die Burgenroute   BURG RAEREN (Raeren)  Druckansicht
Liste der Burgen

 

BURG RAEREN (Raeren).

Diese alte Burg befindet sich nur etwa 120 m vom Haus Raeren entfernt; man nennt sie auch schon einmal "Unterste Burg", weil früher offenbar noch eine "Obere Burg" in der Flur Alt Raeren gestanden haben soll.

Auch hier haben wir eine Wasserburg, deren Gräben vom Flüsschen Iter gespeist worden.

Interessanterweise sahen sich Haus Raeren und Burg Raeren früher wohl sehr ähnlich, indem sie beide nur aus einem grossen wehrhaften Turm bestanden, dann aber später in der Folge die Burg Raeren baulich nach Osten hin erweitert wurde.

Eine hohe Umfassungsmauer sowie Betriebsgebäude an den anderen Seiten vollenden den Burgkomplex, wodurch auch ein Innenhof gebildet wird.

Das in der hohen Mauer zu findende Eingangsportal zeigt im Giebel die Wappen "de Nys" und "van der Gracht" und mit weiteren Initialen F.L. und J.B. deuten diese auf verschiedene Besitzer in der langen Geschichte des Besitztums hin.

Weitere Wappen sind auch im Hof selbst zu finden, davon eines aus dem Jahre 1583.

Der Wohntrakt der Burg hat 2 Etagen, dessen Fenster im 18. Jahrhundert verändert wurden. Zwei alte, runde Arme verzieren das Ganze.

Ausserdem gibt es noch zwei runde Türmchen, die vermutlich um 1902 gebaut wurden; sie umschliessen den Westgiebel und sind eigenartigerweise mit Schießscharten versehen, von einem seltsamen bogenförmigen Ausschnitt daran ganz zu schweigen.

Ein weiteres Türmchen finden wir schliesslich noch in einer Ecke das alten Bergfrieds, während der moderne Balkon am Westgiebel sicher als eine Entgleisung zu betrachten ist.

Ursprünglich war diese Wasserburg vom Domkapitel der Stadt Aachen abhängig, wobei die Gründung wohl auf einen Jean d'Alensberg um 1474 zurückzugehen scheint. 1583 ist Philippe de Lomont, Walhorner Drossart (Amtmann), der Besitzer.

Er ließ das Gebäude renovieren und erweitern, sowie auch die Umfassungsmauer bauen. Zur Zeit der Reformation lässt sich nichts aus den Unterlagen entnehmen, wo auch die Raerener Kirche um 1612 in Flammen aufging.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden die Fensterfluchten des Wohnblocks durch die jetzigen Fenster im Stil Ludwig XV. ersetzt und weitere Anbauten vorgenommen. Nachdem sich der folgende Besitzer "ruiniert" hatte, übernahm ein V. Schwartzenberg die Burg. Darauf kaufte ein Sproß der Familie de Nys die Liegenschaft; diese blieben bis zum Jahr 1916 die Besitzer.

Momentan ist die Gemeinde Raeren der Besitzer und beherbergt das weit bekannte Töpfereimuseum, welches an die grosse Vergangenheit rheinischer Töpferkunst erinnern soll.

Aus "LES DELICES DU DUCHE DE LIMBOURG von Guy POSWICK" und Zeitschrift "Im Göhltal".


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